|
|
|
N4090 - HEUCHERA SANGUINEA, PURPURGLÖCKCHEN
|
 |
'Ruby Bells'
Beet- oder Steingartenstaude mit einzigartiger Farbkraft und extrem ausdauernder Blühleistung, attraktiver Kontrast zwischen dunkelrotem Flor dicht an dicht besetzter, straff aufrechter Blütenrispen über kompaktem, wintergrünem Laubpolster.
|
|
TECHNISCHE INFORMATIONEN |
 |
| Vegetationsdauer: | |
Mehrjährig
|
 |
| Familie, Heimat: | |
Saxifragaceae, Nordamerika
|
 |
| Standort: | |
Halbschatten
|
 |
| Pflanzenhöhe: | |
40 cm
|
 |
| Natürliche Blütezeit: | |
Mai - August
|
 |
| Kulturdauer: | |
Grün (Plugkultur): 9 Wochen; Grün (Topfkultur): 4-6 Monate; Blühend: 8-10 Monate; vernalisationsbedürftig;
Schnitt (Nutzungsdauer): 4-5 Jahre
|
 |
| Verkaufszeitraum: | |
Juli-November
|
 |
|
Aussaat |
 |
 |
| Saatgutform: | |
Rohsaat, Multipille (mit 4-6 Korn)
|
 |
| Saatgutgewicht: | |
15873 K/g
|
 |
| Kornablage: | |
Mehrkornablage (3-5 Korn) oder 1 Multipille in Plugs; breitwürfig
|
 |
| Keimung: | |
10-20 Tage bei 18-22 °C
|
 |
| Keimbedingung: | |
Lichtkeimer. Substrat vor der Aussaat mit einem Fungizid gegen Umfallkrankheiten abgießen. Aussaat andrücken, nicht abdecken und gleichmäßig feucht, aber nicht nass halten. Nach Erscheinen der Keimblätter die Feuchtigkeit im Substrat reduzieren.
|
 |
| Aussaatsubstrat: | |
Lockeres und humoses Substrat mit einer leichten Aufdüngung (0,25-0,5 kg Mehrnährstoffdünger (MND)/m³, Eisen, Spurenelemente), guter Drainage (20 % Sand) und einem pH-Wert: 6.0-6.5
|
 |
| Düngung: | |
Ab Entwicklung der Keimblätter mit 50 mg N/l düngen und langsam die Konzentration auf 75-100 mg N/l eines ausgeglichenen MND erhöhen.
|
 |
|
Jungpflanzen – Fertigware |
 |  |
| Pikieren: | |
3-4 Wochen nach Aussaat in Anzuchtsysteme
|
 |
| Topfen: | |
3-4 Wochen nach dem Pikieren 1 Pflanze in 9-10 cm Topf oder 3 Pflanzen in 3-5 l Container für Solitärpflanzen. Freiland: 3-4 Wochen nach dem Pikieren ins Freiland in einem Abstand von 25x30 cm auspflanzen. Frisch gesetzte Pflanzen vor Spätfrösten mit einem Vlies schützen.
|
 |
| Substrat: | |
Lockeres, grobfaseriges Staudensubstrat, 0-15 % Ton, 0-15 % organische Substanz (z.B. Holzhäcksel, Rindenhumus), 1-1,5 kg MND/m³, 2-3 kg Langzeitdünger (LZD; 3-9 Monate)/m³, Fe-Chelate, Spurenelemente, pH-Wert: 6.0-6.5.
Freiland: lockerer, humoser Boden mit einer guten Drainage. Grunddüngung: 50-80 g LZD/m²
|
 |
| Temperatur: | |
15-18 °C. Lüftungstemperatur: 20 °C. Überwinterung ist frostfrei bei 3-5 °C oder im Freiland mit Vliesabdeckung möglich. Für die Vernalisation ist eine Kältephase von mindestens 8-12 Wochen erforderlich. Antreiben für 9-12 Wochen bei 10-18 °C. Je höher die Temperatur desto kürzer ist die Kulturzeit. Bei einer warmen und sehr frühen Treibphase (ab Woche 51) wird Assimilationslicht benötigt.
|
 |
| Licht: | |
Die Blütenbildung und -entwicklung sind von der Tageslänge unabhängig, jedoch in der dunklen Jahreszeit verkürzt Assimilationslicht in Kombination mit Temperaturen von 12-18 °C die Treibphase bis zu 3 Wochen. Assimilationslicht intensiviert die Blatt- und Blütenfarbe und verbessert die Pflanzenqualität (kompakte Pflanzen). Eine Kulturführung unter natürlicher Tageslänge und im ungeheizten Gewächshaus ist ebenfalls möglich, die Blüte erscheint hier erst im Mai.
|
 |
| Wasser: | |
Wachstumsphase: Gleichmäßig feucht halten. Überwinterung: Je kälter die Temperatur, umso trockner die Pflanzen halten. Freiland: in sonnigen Lagen während der Wachstumsperiode ausreichend wässern, Wassermangel kann zu Blattrandnekrosen führen.
|
 |
| Düngung: | |
Hoher Nährstoffbedarf. Abwechselnd Kalksalpeter und Kalisalpeter-betonte MND in einer Konzentration von 130-150 mg N/l (bei 3 kg LZD/m³ im Substrat) verwenden (N: K2O-Verhältnis: 1:1,5). Bei kalten Temperaturen und sehr feuchtem Substrat verursachen Ammonium-betonte Dünger Wurzelschäden. Ab Mitte September die Düngung langsam für die Kältephase einstellen. In der Kältephase nicht düngen. Treiberei: 130-150 mg N/l eines ausgeglichenen MND düngen. Nach 4-5 Wochen zusätzlich 1-2 mal mit Bittersalz (0,05 %) und Fe-Chelaten gegen Fe-Mangel düngen. Zu hohe Stickstoffgaben lassen die Blätter "auseinanderfallen" und der Einsatz von Hemmstoffen wird notwendig. Freiland: ggf. nach Bodenanalyse mit einem Kali-betonten LZD 50-80 g/m² in mehren Gaben pro Jahr nachdüngen.
|
 |
| Schnittreife: | |
Stiele schneiden, wenn die Blütenrispen zur Hälfte geöffnet sind. Für eine bessere Haltbarkeit sollten die ausgewählten Stiele nicht zu weich sein. Haltbarkeit: 8-10 Tage. Pro Pflanze und Jahr können bei einer Nutzungsdauer von 4-5 Jahren bis zu 12 Stiele geerntet werden. Die älteren, ausgereiften und unbeschädigten Blätter können ebenfalls als floristisches Beiwerk geerntet werden.
|
 |
| Kulturtipps: | |
In der Kälteperiode Staunässe vermeiden, um Wurzelschäden vorzubeugen. Die Töpfe vor der Überwinterung und beim Aufstellen für die Treiberei mit einem Fungizid gegen Botrytis behandeln.
|
 |
Hinweis
Die Kulturempfehlungen basieren auf Versuchen unter mittel-europäischen Verhältnissen. Sie sind daher nicht universell übertragbar.
|
|
|