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U1181 - PHYSOSTEGIA VIRGINIANA, GELENKBLUME
'Schneekrone'

weiße Blütenähren, reichhaltige Blüte, einjährig gut kultivierbar

'Schneekrone'



'Schneekrone'    

TECHNISCHE INFORMATIONEN 
Vegetationsdauer:  Staude
Familie, Heimat:  Lamiaceae, Nordamerika
Standort:  Sonne
Pflanzenhöhe:  75 cm
Natürliche Blütezeit:  Juli - September
Kulturdauer:  20 Wochen
Verkaufszeitraum:  Juni-Oktober; Schnitt: Januar-März und Juni-Oktober

Aussaat 
Saatgutform:  Roh
Saatgutgewicht:  381 K/g
Kornablage:  Ein- bis Dreikornablage in Plugs; Direktsaat im Endtopf möglich
Keimung:  7-14 Tage bei 18-22 °C
Keimbedingung:  Lichtkeimer. Aussaat leicht mit Vermiculite oder Sand abdecken und gleichmäßig feucht halten. Direktes Sonnenlicht vermeiden. Nach Erscheinen der Keimblätter die Temperatur auf 15-18 °C absenken, die Feuchtigkeit im Substrat reduzieren und eher trocken weiterkultivieren. Die Sämlinge vertragen keine Staunässe.
Aussaatsubstrat:  Lockeres und humoses Substrat mit einer leichten Aufdüngung (0,5-1,0 kg Mehrnährstoffdünger (MND)/m³, Eisen, Spurenelemente), guter Drainage und einem pH-Wert: 5.5-7.0

Jungpflanzen – Fertigware 
Pikieren:  Für Schnitt empfehlenswert: 3-4 Wochen nach Aussaat in Anzuchtsysteme
Topfen:  4-6 Wochen nach Aussaat 1 Pflanze in 10-11 cm Topf oder 2-3 Pflanzen in 12-15 cm Topf oder in 3-10 l Container für Solitärpflanze. Für die Produktion blühender Ware die Töpfe nicht zu klein wählen. Bei einjähriger Kultur mehrere Pflanzen in einem Topf setzen. Freiland: 8 Wochen nach dem Pikieren in einem Abstand von 40x40 cm auspflanzen. Stütznetze verwenden. Frisch gesetzte Pflanzen mit einem Vlies vor Spätfrösten schützen.
Substrat:  Lockere, humose Substrate, 15-30 % Ton, 0-15 % Zuschlagsstoffe (z.B. Perlite, Rindenhumus, Sand), 1-3 kg MND/m³, 0-3 kg Langzeitdünger (LZD, 3-9 Monate)/m³, Fe-Chelate, Spurenelemente, pH-Wert: 5.5-7.0. Freiland: lockerer, humoser, sandiger Boden mit einer guten Drainage. Grunddüngung: 80-100 g LZD/m².
Temperatur:  10-18 °C. Lüftungstemperatur: 20 °C. Überwinterung ist frostfrei bei 3-5 °C oder im Freiland mit Vliesabdeckung möglich. Eine Vernalisation ist für die Blüteninduktion nicht unbedingt erforderlich, jedoch bewirkt es eine gleichmäßige und reichhaltige Blüte. Antreiben für 10-12 Wochen warm bei 15-18 °C oder kalt bei 10-13 °C. Je wärmer die Kulturtemperatur desto kürzer ist die Kulturzeit. Der Topf sollte vor der Überwinterung durchwurzelt sein.
Licht:  Die Blütenbildung erfolgt im Langtag (12-16 h). Je wärmer die Wachstumstemperatur umso höhere Lichtintensitäten sind notwendig. In der dunklen Jahreszeit ist Assimilationslicht für die Kultur erforderlich.
Düngung:  Hoher Nährstoffbedarf. Zwei Wochen nach dem Topfen mit der Nachdüngung eines ausgeglichenen MND (ca. 130-150 mg N/l; bei 3 kg LZD/m³ im Substrat) wöchentlich beginnen. Nitrat-betont düngen. Bei kalten Temperaturen und sehr feuchtem Substrat verursachen Ammonium-betonte Dünger Wurzelschäden. Ab Mitte September die Düngung langsam für die Kältephase einstellen. In der Kältephase nicht düngen. Treiberei: 130-150 mg N/l eines kali-betonten MND düngen. Nach 3-5 Wochen zusätzlich 1-2 mal mit Bittersalz (0,05 %) und Fe-Chelaten düngen. N-Überschuss vermeiden. Freiland: ggf. nach Bodenanalyse mit einem Kali-betonten LZD 80-100 g/m² in mehren Gaben pro Jahr nachdüngen. Auf eine ausreichende Mikronährstoffversorgung achten. Nmin-Sollwert: ca. 120 g N/m²
Schnittreife:  Stiele schneiden, wenn die ersten Blüten einer Ähre gut entwickelt sind. Für eine bessere Haltbarkeit sollten die ausgewählten Stiele nicht zu weich sein. Haltbarkeit: 15-20 Tage. Kühllagerung ist möglich.
Kulturtipps:  Physostegia bilden Ausläufer. Pflanzen für die Schnittproduktion in warmen, sonnigen Lagen windgeschützt auspflanzen. Eine Blühverfrühung ist mit Hilfe eines Folientunnels möglich und eine Verschiebung des Flors in den Spätsommer hinein kann durch ein Zurückschneiden des Bestandes im Mai-Juni erreicht werden. Für eine ausreichende Wasser- und Nährstoffversorgung im Freiland sorgen.


Hinweis
Die Kulturempfehlungen basieren auf Versuchen unter mittel-europäischen Verhältnissen. Sie sind daher nicht universell übertragbar.
 
 
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