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A0851 - ACONITUM NAPELLUS, EISENHUT
'Newry Blue'

tiefblau

'Newry Blue'    

TECHNISCHE INFORMATIONEN 
Vegetationsdauer:  Staude
Familie, Heimat:  Ranunculaceae, Alpen, Karpaten
Standort:  Sonne-Schatten
Pflanzenhöhe:  90 cm
Natürliche Blütezeit:  Juli - August
Kulturdauer:  17-19 Monate
Verkaufszeitraum:  Ballenware: März-April und August-Oktober; Blühend: Juli-August; Schnitt: Juni-August

Aussaat 
Saatgutform:  Roh
Saatgutgewicht:  400 K/g
Kornablage:  Mehrkornablage (3-5) in Plugs; breitwürfig
Keimung:  1-2 Wochen bei 18-22 °C; 4-5 Wochen bei 0-5 °C; 1 Woche bei 5-10 °C; Anschließend bei 12-15 °C weiter kultivieren
Keimbedingung:  Kaltkeimer, Aussaat mit Vermiculite, Sand oder Substrat abdecken, anfeuchten und nach dem Temperaturschema kultivieren. Die Kältephase entweder im Kasten im Freiland oder im Kühlhaus durchführen. Nach Erscheinen der Keimblätter die Feuchtigkeit im Substrat reduzieren.
Aussaatsubstrat:  Lockeres und humoses Substrat mit einer leichten Aufdüngung (0,5-1,5 kg Mehrnährstoffdünger (MND)/m³, Eisen, Spurenelemente), guter Drainage und einem pH-Wert: 6.0-7.0

Jungpflanzen – Fertigware 
Topfen:  12-14 Wochen nach Aussaat 1 Pflanze in 8-10 cm Topf oder 3 Pflanzen in 5 l Container. Freiland: 12-14 Wochen nach Aussaat im Abstand von 40x30 cm auspflanzen. Stütznetze sind nicht unbedingt erforderlich, jedoch im ersten Standjahr sind Befestigungen mit Drähten hilfreich.
Substrat:  Lockeres, grobfaseriges Staudensubstrat, 0-15 % Ton, 0-15 % organische Substanz (z.B. Holzhäcksel, Rindenhumus), 1-1,5 kg MND/m³, 3-5 kg Langzeitdünger (LZD; 3-9 Monate)/m³, Fe-Chelate, Spurenelemente, pH-Wert: 6.0-7.0. Freiland: Lockere, tiefgründige, humose, gut mit Nährstoff versorgte Lehm-Böden. Grunddüngung: 80-100 g Langzeitdünger (LZD)/m² oder 5-10 kg Stallmist/m².
Temperatur:  10-13 °C. Lüftungstemperatur: 15 °C. Überwinterung im Freiland mit Vliesabdeckung oder mit einer Mulchschicht möglich. Frostfreie Überwinterung bei 0-3 °C. Verfrühung (bis zu 4 Wochen) oder Antreiben der Schnittkultur im Folientunnel ab Januar bei 8-10 °C und im Februar bei 10-12 °C.
Licht:  Die Blüten werden im Langtag (12 h) gebildet. In der dunklen Jahreszeit ist für das Antreiben Assimilationslicht förderlich.
Düngung:  Hoher Nährstoffbedarf. Abwechselnd Kalksalpeter und Kalisalpeter- betonte MND in einer Konzentration von 100-150 mg N/l (bei 5 kg LZD/m³ im Substrat) verwenden (N: K2O-Verhältnis: 1:1,5). Bei kalten Temperaturen und sehr feuchten Substrat verursachen Ammonium-betonte Dünger Wurzelschäden. Ab Mitte September die Düngung langsam für die Kältephase einstellen. In der Kältephase nicht düngen. Treiberei: 100-150 mg N/l eines ausgeglichenen MND düngen. Nach 4-5 Wochen zusätzlich 1-2 mal mit Bittersalz (0,05 %) und Fe-Chelaten düngen. Freiland: ggf. nach Bodenanalyse den Boden mit 80-100 g LZD/m in mehreren Gaben pro Jahr aufdüngen. Vor dem Blütenschnitt wenig und nach dem Schnitt einmal mit einem ausgeglichenem MND nachdüngen, um die Knollenbildung für die Überwinterung zu unterstützen.
Schnittreife:  Stiele schneiden, wenn sich die ersten drei bis vier Blüten geöffnet haben. Die untersten Blätter entfernen und sofort ins Wasser stellen. Zu einem späteren Zeitpunkt beginnen die Blüten leicht zu rieseln. Haltbarkeit: 12-15 Tage. Kühllagerung ist für 1-3 Tage bei 5 °C stehend möglich. Für Trockensträuße können die noch nicht geöffneten Samenstände verwendet werden. Ab dem zweiten Standjahr können 5-7 und ab dem dritten 10-12 Stiele pro Pflanze geerntet werden. Für die Knollenbildung bzw. Überwinterung sollte eine Stiellänge von ca. 30-40 cm über dem Boden stehen bleiben.
Kulturtipps:  Achtung: Alle Pflanzenteile sind stark giftig! Aconitum hat einen hohen Wasserbedarf und durch Wassermangel können Blattrandnekrosen verursacht werden. Durch Stutzen des Haupttriebes am Anfang des vegetativen Wachstums kann die Blütenanzahl erhöht und die Blütezeit verzögert werden. Bei starken Bienenflug alternative Blüten zum Nektar sammeln anbieten, da sonst die Bienen die Blüten anstechen.


Hinweis
Die Kulturempfehlungen basieren auf Versuchen unter mittel-europäischen Verhältnissen. Sie sind daher nicht universell übertragbar.
 
 
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