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Nachruf Rudolf Ernst Benary

01.02.2013

Rudolf Ernst Benary

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Am  2. Januar 2013 verstarb im Alter von 85 Jahren der ehemalige geschäftsführende Gesellschafter der Ernst Benary Samenzucht GmbH, Herr Rudolf Ernst Benary.
Als Mitglied der vierten Generation stellte Rudolf Benary sein gesamtes Leben in den Dienst des Familienunternehmens.

Bereits im Alter von 16 Jahren zum Kriegsdienst eingezogen, kehrte er nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft 1948 mit 21 Jahren nach Erfurt zurück und konnte dort sein Abitur nachholen und eine Gärtnerlehre im elterlichen Betrieb absolvieren.

Die kommunistische Zwangsherrschaft veranlasste die Familie 1951 zur Flucht aus Erfurt nach Hannoversch Münden. Hier hatte sein Bruder Friedrich bereits 1946 ein Verkaufsbüro eingerichtet und später, unterstützt aus Erfurt, mit dem Aufbau der neugegründeten Firma Ernst Benary Samenzucht GmbH begonnen.
Nach Wanderjahren in Skandinavien, beim dänischen Gemüse- und Zierpflanzenzüchter Ohlens Enke und der führenden schwedischen Firma Weibull, trat Rudolf Benary im Oktober 1953 in das Familienunternehmen ein.
In Schweden hatte Rudolf Benary seine Ehefrau Hildegard kennengelernt und kam 1953 zusammen mit ihr nach Hann. Münden.

In den schweren Jahren nach der Enteignung des Erfurter Betriebes war Rudolf Benary maßgeblich am Wiederaufbau in Hannoversch Münden beteiligt. Er betreute die gesamte Saatgutproduktion und den Aufbau von Vermehrungsstationen im In- und Ausland. Zentrales Anliegen war ihm, Vertrauen zu schaffen zwischen Produzenten, Firma und Kunden. 1964 wurde ihm für sein verantwortungsvolles Arbeiten Prokura erteilt.
1980 wurde Rudolf Benary zum alleinigen Geschäftsführer der Gesellschaft berufen. Unter seiner Führung entwickelte sich die Firma Benary zu neuer Blüte. In den 13 Jahren seiner Geschäftsführung blieb kein Jahr ohne Wachstum. In den gartenbaulichen Fachverbänden im
In- und Ausland galt sein Streben immer der Weiterentwicklung des Zierpflanzenbaues und des gesamten Gartenbaues. Er wirkte mit bei der Aufarbeitung der Geschichte des Erfurter Gartenbaues. Sein Verdienst um die Zierpflanzenzüchtung und sein unternehmerisches Lebenswerk wurde von nationalen und  internationalen Verbänden des Gartenbaus gewürdigt.
Er erhielt die Georg-Arends-Münze des Zentralverbandes des deutschen Gartenbaus sowie den „Award of Honor and OutstandingAchievement“ der All American Selections, der nordamerikanischen Vereinigung der Blumen- und Gemüsezüchter. Für seine langjährige Vorstandstätigkeit in der Fleuroselect, dem Verband der europäischen Zierpflanzenzüchter,  deren Präsident er 1989 und 1990 war, wurde er mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet.
Seine soziale Verantwortung  bedeutete für ihn, sich intensiv im Lions Club und in der Vereinigung Erinnerung und Mahnung e.V. zu engagieren.

Nach den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen des Unternehmens übergab Rudolf Benary 1993 die Geschäftsführung in die Hände seines Sohnes Ernst Günter, der fünften Generation sowie Christian Börries, und wechselte in den Verwaltungsrat. Von hier aus blieb er dem Unternehmen auch weiterhin eng verbunden. Knapp 60 Jahre hat er seinem Unternehmen gedient.

Rudolf Benary war ein Patriarch, im besten Sinne des Wortes. Allen, die zu seiner Zeit in der Firma aktiv waren, war er eine unternehmerische Vaterfigur. Er war weitsichtig, besonnen, konsequent und stets an Verbesserungen, im Kleinen wie im Großen, interessiert. Vor allem aber war er stets am Wohl jedes seiner Mitarbeiter interessiert und gab ihnen so das Gefühl, Teil seiner Familie zu sein